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Ikonenmalerei im Stadtmuseum
PINNEBERG „Lichtbilder“ nennt Galerist Gerd Uhlig die Ikonen, die bis zum 20. Mai im Pinneberger Stadtmuseum zu sehen sind. Sie stammen von Kirsten Voß und „sollen das Licht des Glaubens in die Seele der Betrachter bringen“, sagte Uhlig. Insgesamt 59 Arbeiten schmücken die Wände. Thematisch verwandte Bilder anderer Künstler der Region sind ihnen gegenübergestellt. „Sie alle verwandeln das Museum in eine goldene Schatztruhe“, sagte Bürgermeisterin Urte Steinberg anlässlich der Vernissage.
15 Jahre lang hat Voß diese Art der Malerei auf der griechischen Insel Kreta studiert. „Es war damals die Zeit von ‚New Age‘ und ich war jung und ließ mich davon mitreißen“, wiegelt sie heute ab, denn als missionarisch sieht sie ihre Kunstrichtung keineswegs an, eher als „spirituelles Kunsthandwerk“. Eine Besonderheit der Ikonenmalerei sei es, dass neue Originale eher selten sind. Hauptaugenmerk sei vielmehr die Weitergabe des Überlieferten, hebt die Künstlerin hervor. Die meisten ihrer Bilder halten sich deshalb an Vorlagen, die zum Teil seit weit über 1000 Jahren in bedeutenden Kirchen und Klöstern verehrt werden. Manche habe sie nie selbst gesehen, erklärt Voß. Diejenigen zum Beispiel, die zu den Schätzen auf dem Berg Athos gehören, denn dort haben Frauen keinen Zutritt. Aber sie habe sich im Laufe der Jahre eine riesige Bibliothek zugelegt, erläutert sie.
Bei aller Beschränkung auf überlieferte Motive gab es im Laufe der Jahrhunderte deutliche Veränderungen in der Darstellungsart. Bei Voß‘ historischem Rückblickauf die unterschiedlichen Epochen der Ikonenmalerei wurde deutlich, wie tief sich die Künstlern in die gesamte Kulturgeschichte des Orients hinein versetzt hatte. Dabei möchte sie ihr Wissen und Können weitergeben. Deshalb bietet Voß regelmäßig Kurse an. Der nächste Workshop findet am 27. und 28. April statt Die Teilnahmegebühr von 170 Euro enthält auch die Kosten für das benötigte Arbeitsmaterial. Anmeldungen und weitere Infos im Pinneberger Museum oder unter (040) 79028523. olz
Pinneberger Tageblatt, 20. April 2013

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