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Ausstellungen...
 
 
 
 
 
 
 
 
 

2000

Oblaten
Glanz- und Lackbilde
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eine Pinneberger Sammlung
23. Jan. – 15. April 2000

 

Oblaten: Glanz- und Lackbilder der Sammlung Christiansen aus Pinneberg

Als Oblaten werden noch heute die kleinen farbigen, geprägten Lack- oder Glanzbilder bezeichnet, die um die Jahrhundertwende auch als Wünsche-, Poesie oder Stammbuchbilder, als Stammbuchblümchen, Stammversbilder oder Stammbuchversblumen bekannt waren. Von jahreszeitlichen allegorischen und christlichen Motiven über Karikaturen, Putti und Kinderdarstellungen reicht das Spektrum bis hin zu Verkehrsmitteln wie etwa Eisenbahnen und Flugzeuge und schließlich zu zahlreichen Blumenvariationen. Zum Teil waren sie auch lehrreichen Inhaltes, zum Beispiel zeigte ein Bogen zur Landwirtschaft Bilder vom Dreschen, Pflügen, Eggen usw. Andere Künstler widmeten sich satirischen oder humoristischen Themen, so dass sie uns heute Einblicke in die damalige Gesellschaft vermitteln. Typisch war hierbei die Darstellung menschlicher Charaktere in Gestalt von Tieren ähnlich wie in der Fabel.
Das Sammeln der Oblaten erreichte seinen Höhepunkt zwischen 1880 und 1910 in Deutschland, Österreich und vor allem in England, wo es sich auch bei Erwachsenen rasch zur Manie entwickelte. Die Vorboten der Oblate entstanden im späten 18. Jahrhundert im neuen Bereich der populären Grafik — kleine Drucke und Kupferstiche, die unter anderem zum Verzieren von Möbeln verwendet wurden. Von 1800 bis 1850 entwickelten sich die Oblaten von einfachen Schwarzweißstichen zu stark geprägten chromolithographischen Bögen. Die Ausschneidebögen des frühen 19. Jahrhunderts — einfarbig oder auch handkoloriert — wurden von Papierwaren- und Buchhändlern angeboten. Eine Besonderheit bietet die Pinneberger Ausstellung mit den aufwendig gestalteten dreidimensionalen Szenarien zum Aufstellen.
Stadtmuseum Pinneberg 23. Januar bis 15. April

Pinneberger Tageblatt, 22.1.2000

Pinneberg
eine Stadt im Wandel

Eine Ausstellung zum 125jährigen Stadtjubiläum
30.Juli– 28.Okt. 2000

 

Spannendes aus Pinnebergs Historie

„Pinneberg - eine Stadt im Wandel“. Treffender hätte der Titel der Ausstellung nicht gewählt werden können, die am Sonntag, 30. Juli, um 12 Uhr im Stadtmuseum neben der Drostei eröffnet wird.

Von Rainer Strandmann

Pinneberg. Wer sich für die Geschichte der Kreisstadt interessiert, dem sei ab Sonntag ein Besuch des Stadtmuseums empfohlen. Um 12 Uhr wird im Erdgeschoss die Ausstellung „Pinneberg - eine Stadt im Wandel“ eröffnet. Zugleich besteht ein Stockwerk darüber erstmals die Möglichkeit, einen Blick auf die Dauerausstellung zu werfen, in der die Geschichte Pinnebergs von den Anfängen im 14. Jahrhundert bis zur Weimarer Republik dokumentiert wird. Letztere ist federführend von den Stadthistorikern und Mitgliedern der VHS-Geschichtswerkstatt Klaus May und Dieter Beig erarbeitet worden.
Doch zurück zur Ausstellung „Pinneberg - eine Stadt im Wandel“. Museumsleiterin Ina Duggen hat tief in den Archiven gewühlt. Anhand mehrerer Themen wie „Eine Stadt im Grünen, „Holsteiner Rosenfeste“, „Pinneberg aus der Sicht der Künstlerin Ly Kiers“ wird exemplarisch die gewaltige Entwicklung dargestellt, die sich in den vergangenen Jahrhunderten in der heutigen Kreisstadt vollzogen hat.
Den Kern bildet eine Vielzahl historischer Postkarten aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Dem Pinneberger Fotografen Bernd Kaese ist es zu verdanken, dass diesen aktuelle Aufnahmen — aus derselben Perspektive — gegenübergestellt werden konnten. Besonderes hat der Pinneberger Reinhard Schlifke geleistet. Er hat die Geschichte des Pinneberger Bahnhofs aufgearbeitet und mit Fotos anschaulich dargestellt. Zudem hat er ein Bahnhofsmodell nach Vorlage alter Fotos erstellt.
Mehr als einen Blick wert ist auch das historische Kartenmaterial im Erdgeschoss. Ausgestellt sind Zeichnungen, die zeigen, um welche Neubaugebiete Pinneberg zwischen 1736 und 1930 gewachsen ist. Auch frühe Pläne für die Anlage von Rosengarten und Schwimmbad können studiert werden. Und dann sind da noch Bilder und Beschreibungen jenes Mega-Bauvorhabens, das ab 1973 viele Bürger in Angst und Schrecken versetzte. Die Rede ist vom „Haller-Meurer-Projekt“, das auf dem ehemaligen Wupperman-Gelände zwischen Moltkestraße und Bahnlinie den Bau von 2000 Wohnungen vorsah — mit bis zu 22 Stockwerken hohen Gebäuden.
Umfangreich dokumentiert ist Pinnebergs Ära als Fremdenverkehrsort. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts erholten sich Städter im Grünen. Zur Hochzeit als Ausflugsort gab es mehrals40 Lokale. Auf zahlreichen Aufnahmen ist ferner zu sehen, wie in Pinneberg zwischen 1929 und 1955 die Rosenfeste gefeiert wurden. Ausgestellt sind zudem Bilder der Künstlerin Ly Kiers-Lampe, die in den 1960er Jahren vom Magistrat den Auftrag erhielt, markante Gebäude zu malen, die kurz vor dem Abriss standen. „Pinneberg — eine Stadt im Wandel“ wird bis zum 28. Oktober zu sehen sein.
Erstaunliches haben unterdessen die Stadthistoriker Dieter Beig und Klaus May im ersten Stockwerk des Museums vollbracht. In nur einem Raum lassen sie mehrere Jahrhunderte Pinneberger Geschichte — von den Anfängen bis zur Weimarer Republik —lebendig werden. „Das größte Problem bestand in der Auswahl“, berichtet May. „Wir hatten schlicht Platzprobleme.“ Ohne das Archiv von Dieter Beig, so May, wäre die Ausstellung in dieser Form ohnehin unmöglich gewesen. Ob Schloss, Touristen im Fahlt um 1900, die erste Auto-Droschke vor dem Bahnhof (1912) oder die Darstellung des Einzugs der Kosacken, die 1925 im Rahmen eines Stadtfests nachgestellt wurde - Alt- und Neu-Pinneberger stoßen auf eine Präsentation, die gleich einem bebilderten Geschichtsbuch auf übersichtlicher Weise in die Historie einführt.

Pinneberger Tageblatt, 26.7.2000

 

2001

Kreuz& Quer aus dem Museumsdepot
18. Febr. – 30. Juni. 2001

 

Wie eine fürstliche Wunderkammer
Leiterin des Stadtmuseums wagt Ungewöhnliches

Ausstellungen gibt es wie Sand am Meer — nicht jede ragt heraus. Allemal ungewöhnlich ist jedoch, was ab morgen im Pinneberger Stadtmuseum an der Dingstätte gezeigt wird.

Von Rainer Strandmann

Pinneberg. Hochgestellte Persönlichkeiten legten immer Wert auf einen gewissen Luxus - und wer benutzt schon gern ein fremdes Bidet? Wie das Problem gelöst wurde, ist ab morgen im Pinneberger Stadtmuseum zu sehen. In der Ausstellung „Kreuz & Quer“ präsentiert Ina Duggen, die Leiterin der Einrichtung, ein zusammenklappbares Reisebidet aus der Zeit um 1900. Kein Produkt von der Stange, sondern hochwertige Ware der 1748 gegründeten Firma Villeroy & Boch“.
Nicht jedes der gezeigten Stücke fällt derart aus dem Rahmen. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Sie passen in absehbarer Zeit in keinen thematischen Zusammenhang der Museumsausstellungen. Da es gleichwohl lohnt, sich die Stücke anzuschauen, entschloss sich Duggen, ein buntes Sammelsurium zu präsentieren. Damit schließt sie sogar an alte Traditionen an. So glichen die Sammlungen von Fürsten, höhergestellten Persönlichkeiten und später auch wohlhabenden Bürgern, die im 16. bis 18. Jahrhundert angelegt wurden, früheren Wunderkammern. So breit war das Spektrum der gehorteten Schätze. Es reichte von Gemälden über Antiquitäten bis hin zu technischen Errungenschaften. Geordnet waren die Gegenstände häufig nach den vier Elementen, Jahreszeiten oder Erdteilen. Erst allmählich entwickelten sich aus diesen Wunderkammern Spezialmuseen etwa für Völkerkunde, Kunsthandwerk oder Gemälde, wie wir sie heute kennen.
Dem Titel „Kreuz & Quer“ wird die Ausstellung, die morgen um 15 Uhr in der Dingstätte 25 eröffnet wird, allemal gerecht. Scherenschnitte aus dem 20. Jahrhundert, Gemälde aus dem 19. Jahrhundert, eine französische Skelettuhr aus der Zeit nach 1800 und eine Martin-Luther-Bibel aus dem Jahr 1668 stellen nur einige der Exponate dar.

Erste Schätze der Görbingschen Sammlung

Für viele Kreis-Pinneberger besonders interessant: Erstmals werden Stücke der Görbingschen Sammlung gezeigt. Die Nachkommen des Rellinger Agrarwissenschaftlers Johannes Görbing hatten die Funde im Jahr 1950 der Stadt Pinneberg übergeben. Ein halbes Jahrhundert schlummerten die Schätze in verstaubten Kisten und Kartons, ehe sie Duggen im vergangenen Jahr anlässlich der Vorbereitung einer Ausstellung zum Stadtjubiläum wieder in die Hände fielen. Zu sehen sind ausgewählte Münzen, Mineralien, antiker Schmuck, ethnografische Funde und Fotos von erstaunlich guter Qualität aus dem Jahr 1918.
Die Ausstellung wird bis zum 30. Juni gezeigt. Das Museum ist zu folgenden Zeiten geöffnet: dienstags bis freitags von 17 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis 12 Uhr, sonnabends von 11 bis 13 Uhr. Termine für Schulklassen und Gruppen auf Anfrage. Die Museumsleiterin ist unter der Rufnummer (04101) 207465 zu erreichen.

Pinneberger Tageblatt, 17.2.2001

 

 

„... so wird ein Schuh draus ...“
Handwerk in Pinneberg
2.Sept. 2001 – 5.Jan.. 2002

 

 

Blick auf ein bedrohtes Handwerk
Stadtmuseum zeigt Schuh-Ausstellung
Originale aus Pinneberger Schuhmacher-Werkstätten von 1920 bis 1960 zeigt ab 2. September das Stadtmuseum. Ein nostalgischer Blick zurück.

Pinneberger Tageblatt, 24.8.2001

Von Dietmar Vogel Pinneberg. „Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh“ oder „Wie Du kommst gegangen, so Du wirst empfangen“ - Binsen- und Volksweisheiten, die eine lange Tradition haben. Es geht auch, oder gerade, um den Blick nach unten, auf die Füße. Besser gesagt: auf die Schuhe. Italienische Frauen sind bekannt dafür, dass sie sich weniger für den „Allerwertesten“ des Mannes, als mehr für das imponierende Design des ledernen Fußbedeckers interessieren. Vom 2. September 2001 bis 5.Januar 2002 geht im Stadtmuseum Pinneberg der Blick zurück auf die Geschichte der Schuhherstellung.
„...so wird ein Schuh draus...„ nennt Ina Duggen, Leiterin des Hauses in der Dingstätte 25, den kulturhistorischen Rückblick. „1999 legten zwei renommierte Schuhmacher-Betriebe, Lothar Schulz an der Straße Im Fahlt und Eugen Weber in der Lindenstraße ihr Spezialwerkzeug — wie die so genannte Latte, Leiste, Querörter oder Beißzange — aus der Hand“, so Duggen. Aus Altersgründen hätten sie sich zurückgezogen und das Werkstatt-Interieur dem Museum überlassen. „Ein Glücksfall. Sonst wäre alles in der Schrottpresse gelandet“, ist Duggen Stolz auf das Vertrauen der Handwerker in ihr Haus.
In zwei Räumen sind die Exponate aus der Zeit von 1920 bis 1960 ausgebreitet. Seltene Stücke, gesichert hinter Vitrinen, große Maschinen wie die so genannte Schäftemacherei oder schwere Eisenmaschinen zur Ausführung von Reparaturen sind entlang den Seiten aufgestellt. An den Wänden imponierende Jahrzehnte alte Zeichnungen, Chroniken Pinneberger Schuhmacher Dynastien wie Weber, Worm, Wiese und Kröplin. Arbeiten von Gesellen, Stücke aus Meisterprüfungen.
Ein Querschnitt, der für jeden Schuhmacher-Gesellen ein Lehrpfad für die harte Ausbildungszeit sein könnte. In den Räumen werde es Leben geben, verspricht Duggen. Am Tag der Eröffnung, 2. September, 15 Uhr, werden Auszubildende eine Kostprobe ihrer Geschicklichkeit geben.
Über dem Schuhmacher-Handwerk schwebt das Damoklesschwert. Nostalgie, wenig gewinnbringend, die industrielle Konkurrenz machen der Jahrhunderte alten Zunft schwer zu schaffen. „In ganz Schleswig-Holstein gibt es zurzeit nur, neun Schuhmacher-Gesellen und 30 OrthopädieSchuhmacher in der Ausbildung“, rechnet Duggen vor.
Der Beruf mit orthopädischer Zusatzausbildung habe noch eine Zukunft, da die Krankenkassen in den meisten Fällen die Gesundheitsschuhe bezahlen. Doch wer investiert hunderte oder gar tausende von Mark in einen Maßschuh?
Der Blick auf das Schuhhandwerk in Pinneberg bietet die einmalige Chance in der Kreisstadt, Respekt vor diesem Berufsbild zu zeigen.
Das museumspädagogische Begleitprogramm sieht unter anderem eine Kinder-Rallye vor. Zusätzlich können die Nachwuchs-Schuhmacher mit Ambitionen Schnittmuster mit nach Hause nehmen, um sich in Filz ihre eigenen Schuhe „zu erarbeiten“.
Öffnungszeiten des Museums sind dienstags bis freitags von 17 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis 12Uhr, sonnabends von 11 bis 13 Uhr. Schulklassen und Gruppen auf Anfrage.

 

2002

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Pinneberg
12. Mai – 31. August 2002

 

Der lange Weg der Feuerwehr
Jubiläums-Ausstellung im Stadtmuseum eröffnet


Pinneberg (bro). Es war ein weiter Weg von der Eimerkette bis zur heutigen Feuerwehrtechnik. Aber wie primitiv die damaligen Geräte heute auch erscheinen mögen: „Unsere Wehr war schon immer sehr gut“, erklärte Wehrführer Uwe Kuhlmann zur Eröffnung der Ausstellung „125 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Pinneberg“. Gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat Herbert Hoffmann eröffnete er gestern die Jubiläumspräsentation im Stadtmuseum. Mit der von einer Übung der Jugendfeuerwehr abgerundeten Veranstaltung nahm die Stadt zugleich am Internationalen Museumstag teil, an dem sich bundesweit rund 6000 Institutionen beteiligten.
Wie bei so vielen Innovationen standen auch bei den Pinneberger Kameraden leidvolle Erfahrungen am Anfang der Geschichte. Nachdem die damals obligatorische städtische Zwangswehr bei einem Großbrand versagte, fanden sich am 2. August 1877 die ersten Bürger zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr zusammen. Angefangen beim Protokoll dieser historischen Versammlung führt die Ausstellung anhand zahlreicher Exponate durch die 125-jährige Geschichte des freiwilligen Brandschutzwesens bis hin zur modernen Feuerwehrarbeit.
Von der ersten Handdruckspritze über Orden und Uniformen bis hin zu einem Rauchheim von 1909 reicht die Bandbreite der historischen Stücke. Jener technische Meilenstein etwa ermöglichte erstmals die Rettung von Menschen aus verqualmten Räumen. „Es war unser erstes Atemschutzgerät“, erläuterte Kuhlmann den zahlreichen Gästen aus Politik und Wehr.
Ein historischer Film wiederum erlaubt Einblicke in das Feuerwehrleben in der Weimarer Republik. „Leider konnten wir von dem Material aus dem Jahr 1927 nur vier Minuten retten“, so Kuhlmann. Die Ausstellung beleuchtet auch die schwierige Geschichte der Wehr im Dritten Reich: So ist der Widerwillen vieler Brandbekämpfer gegen die Nazifizierung ihrer Organisation nach 1933 in Briefen und Sitzungsberichten nachzulesen.
Die Ausstellung ist bis zum 31. August im Stadtmuseum an der Dingstätte zu sehen.

Pinneberger Tageblatt

 

2003

Grothkop
Patientenzeichnungen

23. Febr. – 12 April 2003

 

So sah der malende Arzt seine Patienten

Pinneberg - Die Zeit, die eine Betäubungsspritze wirken musste, und kurze Behandlungspausen nutzte Rudolf Grothkop, um verborgen hinter seiner Sprechstundenhilfe seine Patienten von schräg hinten zu zeichnen, ohne dass sie es merkten. Gelegentlich wagte er auch einen Blick durch einen Türspalt ins Wartezimmer, um mit schnellen Feder- oder Bleistiftstrichen die dort sitzenden Patienten auf Papier zu bannen. Grothkop war Zahnarzt und getriebener Künstler.
Zu sehen sind einige dieser Zeichnungen in der Ausstellung "Rudolf Grothkop - Patientenzeichnungen“ im Pinneberger Stadtmuseuxn, Dingstätte 25. Eröffnet wird sie am Sonntag, 23. Februar, um 11 Uhr. Peter Widderich (61) aus Glückstadt, ein langjähriger Freund Grothkops, wird in die Ausstellung einführen.
Grothkop, im April vergangenen Jahres gestorben, wäre am 4. Februar 95 Jahre alt geworden. Lange hatte er seine Patientenzeichnung nicht ausstellen wollen. Doch für die jetzige Schau hatte Museumsleiterin Ina Duggen noch zu Grothkops Lebzeiten die Zusage erhalten, auch die der Patienten.
Im Stadtmuseum werden 39 Patientenzeichnungen und acht Ölbilder von dem malenden Zahnarzt zu sehen sein. Darüber hinaus sind in Vitrinen Malutensilien Grothkops ausgestellt. Die Schau ist bis zum 12. April dienstags bis freitags von 17 bis 19 Uhr, sonnabends von 11 bis 13 Uhr und außerdem donnerstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. (kuk)

Pinneberger Zeitung, 21.2.2003

„Das bisschen Haushalt ...“
um 1900, um 1945, 50er Jahre
18. Mai. – 30 August 2003

 

Die Brennhexe von Hatlapa
Stadtmuseum zeigt Ausstellung zu Alltagsgegenständen

Pinneberg (and). „Das bisschen Haushalt . . .„ sang einst eine Schlagersängerin, und ebenso ist auch eine aktuelle Ausstellung im Pinneberger Stadtmuseum betitelt. Ina Duggen-Below, Leiterin der Einrichtung an der Dingstätte, hat in mühevoller Kleinarbeit mannigfaltige Gegenstände des alltäglichen Werkens zusammengetragen. Das Ergebnis ist noch bis zum 30. August zu bewundern.
In drei zeitliche Kategorien gegliedert gibt es unter anderem alte Bottich-Waschmaschinen, aus Rüstungsgütern hergestelltes Kochgeschirr oder die so genannte Brennhexe von Hatlapa zu sehen. Insgesamt sehr liebevoll arrangiert, wurde zwischen Haushalsutensilien des frühen 19. Jahrhunderts, jenen aus der Zeit um 1945 und solchen aus den 50er Jahren unterschieden.
Sogar ein — für die Nachkriegszeit typischer und damals zur Selbstversorgung unerlässlicher — Gemüsegarten konnte nachempfunden werden. Gerade ältere Pinneberger werden nicht aus dem Staunen herauskommen, wenn sie sich zwischen gut erhaltenen Saftbratern der Traditionsfirma Wupperman, alten Kochbüchern und schweren Bügeleisen der ersten Stunde auf eine Zeitreise einlassen.
Wer beim Erinnern ein wenig Hilfe braucht, kann sich während der Lektüre der kurz und knackig formulierten Info-Tafeln schlau machen. Duggen-Below verzichtete wohlweislich auf allzu ausführliche Texte: „Wir wollten die Ausstellung nicht überfrachten.“ Dank gebührt den vielen privaten Leihgebern, dem Wedeler Heimatmuseum sowie dem Maggi-Museum in Singen, die eine derartige Retrospektive erst möglich machten.
Schulklassen können sich für spezielle Führungen unter der Telefonnummer 207465 anmelden.

Pinneberger Tageblatt, 2.6.2003

„Wider Hexerey und Teufelswerk ...“
Von Hexen und ihrer Verfolgung

30.Nov. 2003 – 27.Febr. 2004

 

2004

 

„Mein Pinneberg“
Kinder und Jugendliche sehen ihre Stadt Pinneberg

18.April. – 15.Mai. 2004

 

„Es grünt so grün ...“
Rosenzucht

6.Juni. – 25.Sept.2004

 

Mit dem Bündelbock zum Versand verpackt
Ausstellung „Rosenzucht“ im Stadtmuseum eröffnet / Auftakt einer Trilogie

Pinneberg (bw). „Im Pinneberger Gebiet wurden mit der Rosenzucht etliche Existenzen gegründet und durch sorgfältig wirtschaftende Betriebe ein gewisser Wohlstand geschaffen“, wies Baumschuler Klaus Fliege! auf den heimatkundlichen Aspekt der Ausstellung „Rosenzucht“ hin, die am Sonntag im Pinneberger Stadtmuseum eröffnet wurde. Unter dem Motto „Es grünt so grün“ richten drei Museen des Kreises eine Veranstaltungsreihe über das Baumschulwesen als das den Kreis kennzeichnende Merkmal aus.
„Die Thematik hat sich im Lauf der Vorbereitungen als so umfassend erwiesen, dass hier nur Streiflichter ohne Anspruch auf Vollständigkeit geworfen werden können‘, erklärte Ina Duggen-Below zur Begrüßung vor etwa 100 Gästen. Um so anerkennenswerter, dass die Leiterin des Stadtmuseums aus der Fülle des Materials eine thematisch sehr aufschlussreiche und mit der Wahl der Exponate äußerst anschauliche Ausstellung realisiert hat.
Der Rundgang beginnt mit einem Überblick über die Kulturgeschichte der dornigen Pflanze. Zahlreiche Fotos und Filme dokumentieren die Tradition der Pinneherger und Rellinger Rosenfeste. Die Arbeit der Rosenzüchter wird mit Hilfe von historischen Arbeitsgeräten veranschaulicht, die Traditionsbetriebe wie Kordes, Tantau und Strobel zur Verfügung gestellt haben. So sehen die Besucher der Ausstellung einen Planetgrubber mit Häufelschaar, den Rodepflug, Pferdegeschirr und einen Bündelbock zum Verpacken der Rosen für den Versand.
Verdeutlicht wird auch die Veränderung hinsichtlich der Hauptziele bei der Rosenzüchtung: Versuchten die Produzenten lange, mit massiver Hilfeleistung chemischer Mittel Farbe, Duft und kräftigen Wuchs zu intensivieren, haben heute Gesundheit und Schädlingsresistenz der Pflanzen Priorität, um auf eben diese "chemische Keule“ verzichten zu können.
Die äußerst gelungene Ausstellung im Stadtmuseum, Dingstätte 25, kann dienstags bis freitags von 17 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie von 17 bis 19 Uhr sowie Sonnabend von 11 bis 13 Uhr (Gruppen darüber hinaus auf Anfrage) bis zum 25. September besucht werden. Ab Sonntag, 13. Juni. zeigt das Heimatmuseum Wedel ergänzend die Ausstellung „Obstanbau". Eine Woche später vervollständigt das Baumschulmuseurn Pinneberg mit dem Thema "Baumschulen - die Anfänge" die Trilogie.

Pineberger Tageblatt, 8.6.2004

 

Pinneberger Hobbys
11.Dez. – 19.Dez.2004