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2000
Oblaten
Glanz- und Lackbilder
eine Pinneberger Sammlung
23. Jan. – 15. April 2000

Oblaten:
Glanz- und Lackbilder der Sammlung Christiansen aus Pinneberg
Als
Oblaten werden noch heute die kleinen farbigen, geprägten Lack-
oder Glanzbilder bezeichnet, die um die Jahrhundertwende auch als
Wünsche-, Poesie oder Stammbuchbilder, als Stammbuchblümchen,
Stammversbilder oder Stammbuchversblumen bekannt waren. Von jahreszeitlichen
allegorischen und christlichen Motiven über Karikaturen, Putti
und Kinderdarstellungen reicht das Spektrum bis hin zu Verkehrsmitteln
wie etwa Eisenbahnen und Flugzeuge und schließlich zu zahlreichen
Blumenvariationen. Zum Teil waren sie auch lehrreichen Inhaltes,
zum Beispiel zeigte ein Bogen zur Landwirtschaft Bilder vom Dreschen,
Pflügen, Eggen usw. Andere Künstler widmeten sich satirischen
oder humoristischen Themen, so dass sie uns heute Einblicke in die
damalige Gesellschaft vermitteln. Typisch war hierbei die Darstellung
menschlicher Charaktere in Gestalt von Tieren ähnlich wie in
der Fabel.
Das Sammeln der Oblaten erreichte seinen Höhepunkt zwischen
1880 und 1910 in Deutschland, Österreich und vor allem in England,
wo es sich auch bei Erwachsenen rasch zur Manie entwickelte. Die
Vorboten der Oblate entstanden im späten 18. Jahrhundert im
neuen Bereich der populären Grafik — kleine Drucke und
Kupferstiche, die unter anderem zum Verzieren von Möbeln verwendet
wurden. Von 1800 bis 1850 entwickelten sich die Oblaten von einfachen
Schwarzweißstichen zu stark geprägten chromolithographischen
Bögen. Die Ausschneidebögen des frühen 19. Jahrhunderts
— einfarbig oder auch handkoloriert — wurden von Papierwaren-
und Buchhändlern angeboten. Eine Besonderheit bietet die Pinneberger
Ausstellung mit den aufwendig gestalteten dreidimensionalen Szenarien
zum Aufstellen.
Stadtmuseum Pinneberg 23. Januar bis 15. April
Pinneberger
Tageblatt, 22.1.2000
Pinneberg
eine Stadt im Wandel
Eine Ausstellung zum 125jährigen Stadtjubiläum
30.Juli– 28.Okt. 2000
 
Spannendes
aus Pinnebergs Historie
„Pinneberg
- eine Stadt im Wandel“. Treffender hätte der Titel der
Ausstellung nicht gewählt werden können, die am Sonntag,
30. Juli, um 12 Uhr im Stadtmuseum neben der Drostei eröffnet
wird.
Von
Rainer Strandmann
Pinneberg.
Wer sich für die Geschichte der Kreisstadt interessiert, dem
sei ab Sonntag ein Besuch des Stadtmuseums empfohlen. Um 12 Uhr
wird im Erdgeschoss die Ausstellung „Pinneberg - eine Stadt
im Wandel“ eröffnet. Zugleich besteht ein Stockwerk darüber
erstmals die Möglichkeit, einen Blick auf die Dauerausstellung
zu werfen, in der die Geschichte Pinnebergs von den Anfängen
im 14. Jahrhundert bis zur Weimarer Republik dokumentiert wird.
Letztere ist federführend von den Stadthistorikern und Mitgliedern
der VHS-Geschichtswerkstatt Klaus May und Dieter Beig erarbeitet
worden.
Doch zurück zur Ausstellung „Pinneberg - eine Stadt im
Wandel“. Museumsleiterin Ina Duggen hat tief in den Archiven
gewühlt. Anhand mehrerer Themen wie „Eine Stadt im Grünen,
„Holsteiner Rosenfeste“, „Pinneberg aus der Sicht
der Künstlerin Ly Kiers“ wird exemplarisch die gewaltige
Entwicklung dargestellt, die sich in den vergangenen Jahrhunderten
in der heutigen Kreisstadt vollzogen hat.
Den Kern bildet eine Vielzahl historischer Postkarten aus den Anfängen
des 20. Jahrhunderts. Dem Pinneberger Fotografen Bernd Kaese ist
es zu verdanken, dass diesen aktuelle Aufnahmen — aus derselben
Perspektive — gegenübergestellt werden konnten. Besonderes
hat der Pinneberger Reinhard Schlifke geleistet. Er hat die Geschichte
des Pinneberger Bahnhofs aufgearbeitet und mit Fotos anschaulich
dargestellt. Zudem hat er ein Bahnhofsmodell nach Vorlage alter
Fotos erstellt.
Mehr als einen Blick wert ist auch das historische Kartenmaterial
im Erdgeschoss. Ausgestellt sind Zeichnungen, die zeigen, um welche
Neubaugebiete Pinneberg zwischen 1736 und 1930 gewachsen ist. Auch
frühe Pläne für die Anlage von Rosengarten und Schwimmbad
können studiert werden. Und dann sind da noch Bilder und Beschreibungen
jenes Mega-Bauvorhabens, das ab 1973 viele Bürger in Angst
und Schrecken versetzte. Die Rede ist vom „Haller-Meurer-Projekt“,
das auf dem ehemaligen Wupperman-Gelände zwischen Moltkestraße
und Bahnlinie den Bau von 2000 Wohnungen vorsah — mit bis
zu 22 Stockwerken hohen Gebäuden.
Umfangreich dokumentiert ist Pinnebergs Ära als Fremdenverkehrsort.
Bereits Ende des 18. Jahrhunderts erholten sich Städter im
Grünen. Zur Hochzeit als Ausflugsort gab es mehrals40 Lokale.
Auf zahlreichen Aufnahmen ist ferner zu sehen, wie in Pinneberg
zwischen 1929 und 1955 die Rosenfeste gefeiert wurden. Ausgestellt
sind zudem Bilder der Künstlerin Ly Kiers-Lampe, die in den
1960er Jahren vom Magistrat den Auftrag erhielt, markante Gebäude
zu malen, die kurz vor dem Abriss standen. „Pinneberg —
eine Stadt im Wandel“ wird bis zum 28. Oktober zu sehen sein.
Erstaunliches haben unterdessen die Stadthistoriker Dieter Beig
und Klaus May im ersten Stockwerk des Museums vollbracht. In nur
einem Raum lassen sie mehrere Jahrhunderte Pinneberger Geschichte
— von den Anfängen bis zur Weimarer Republik —lebendig
werden. „Das größte Problem bestand in der Auswahl“,
berichtet May. „Wir hatten schlicht Platzprobleme.“
Ohne das Archiv von Dieter Beig, so May, wäre die Ausstellung
in dieser Form ohnehin unmöglich gewesen. Ob Schloss, Touristen
im Fahlt um 1900, die erste Auto-Droschke vor dem Bahnhof (1912)
oder die Darstellung des Einzugs der Kosacken, die 1925 im Rahmen
eines Stadtfests nachgestellt wurde - Alt- und Neu-Pinneberger stoßen
auf eine Präsentation, die gleich einem bebilderten Geschichtsbuch
auf übersichtlicher Weise in die Historie einführt.
Pinneberger
Tageblatt, 26.7.2000
2001
Kreuz&
Quer aus dem Museumsdepot
18. Febr. – 30. Juni. 2001

Wie
eine fürstliche Wunderkammer
Leiterin des Stadtmuseums wagt Ungewöhnliches
Ausstellungen
gibt es wie Sand am Meer — nicht jede ragt heraus. Allemal
ungewöhnlich ist jedoch, was ab morgen im Pinneberger Stadtmuseum
an der Dingstätte gezeigt wird.
Von
Rainer Strandmann
Pinneberg.
Hochgestellte Persönlichkeiten legten immer Wert auf einen
gewissen Luxus - und wer benutzt schon gern ein fremdes Bidet? Wie
das Problem gelöst wurde, ist ab morgen im Pinneberger Stadtmuseum
zu sehen. In der Ausstellung „Kreuz & Quer“ präsentiert
Ina Duggen, die Leiterin der Einrichtung, ein zusammenklappbares
Reisebidet aus der Zeit um 1900. Kein Produkt von der Stange, sondern
hochwertige Ware der 1748 gegründeten Firma Villeroy &
Boch“.
Nicht jedes der gezeigten Stücke fällt derart aus dem
Rahmen. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Sie passen in absehbarer
Zeit in keinen thematischen Zusammenhang der Museumsausstellungen.
Da es gleichwohl lohnt, sich die Stücke anzuschauen, entschloss
sich Duggen, ein buntes Sammelsurium zu präsentieren. Damit
schließt sie sogar an alte Traditionen an. So glichen die
Sammlungen von Fürsten, höhergestellten Persönlichkeiten
und später auch wohlhabenden Bürgern, die im 16. bis 18.
Jahrhundert angelegt wurden, früheren Wunderkammern. So breit
war das Spektrum der gehorteten Schätze. Es reichte von Gemälden
über Antiquitäten bis hin zu technischen Errungenschaften.
Geordnet waren die Gegenstände häufig nach den vier Elementen,
Jahreszeiten oder Erdteilen. Erst allmählich entwickelten sich
aus diesen Wunderkammern Spezialmuseen etwa für Völkerkunde,
Kunsthandwerk oder Gemälde, wie wir sie heute kennen.
Dem Titel „Kreuz & Quer“ wird die Ausstellung, die
morgen um 15 Uhr in der Dingstätte 25 eröffnet wird, allemal
gerecht. Scherenschnitte aus dem 20. Jahrhundert, Gemälde aus
dem 19. Jahrhundert, eine französische Skelettuhr aus der Zeit
nach 1800 und eine Martin-Luther-Bibel aus dem Jahr 1668 stellen
nur einige der Exponate dar.
Erste
Schätze der Görbingschen Sammlung
Für
viele Kreis-Pinneberger besonders interessant: Erstmals werden Stücke
der Görbingschen Sammlung gezeigt. Die Nachkommen des Rellinger
Agrarwissenschaftlers Johannes Görbing hatten die Funde im
Jahr 1950 der Stadt Pinneberg übergeben. Ein halbes Jahrhundert
schlummerten die Schätze in verstaubten Kisten und Kartons,
ehe sie Duggen im vergangenen Jahr anlässlich der Vorbereitung
einer Ausstellung zum Stadtjubiläum wieder in die Hände
fielen. Zu sehen sind ausgewählte Münzen, Mineralien,
antiker Schmuck, ethnografische Funde und Fotos von erstaunlich
guter Qualität aus dem Jahr 1918.
Die Ausstellung wird bis zum 30. Juni gezeigt. Das Museum ist zu
folgenden Zeiten geöffnet: dienstags bis freitags von 17 bis
19 Uhr, donnerstags von 10 bis 12 Uhr, sonnabends von 11 bis 13
Uhr. Termine für Schulklassen und Gruppen auf Anfrage. Die
Museumsleiterin ist unter der Rufnummer (04101) 207465 zu erreichen.
Pinneberger
Tageblatt, 17.2.2001
„...
so wird ein Schuh draus ...“
Handwerk in Pinneberg
2.Sept. 2001 – 5.Jan.. 2002

Blick
auf ein bedrohtes Handwerk
Stadtmuseum zeigt Schuh-Ausstellung
Originale aus Pinneberger Schuhmacher-Werkstätten von 1920
bis 1960 zeigt ab 2. September das Stadtmuseum. Ein nostalgischer
Blick zurück.
Pinneberger
Tageblatt, 24.8.2001
Von
Dietmar Vogel Pinneberg. „Zeigt her Eure Füße,
zeigt her Eure Schuh“ oder „Wie Du kommst gegangen,
so Du wirst empfangen“ - Binsen- und Volksweisheiten, die
eine lange Tradition haben. Es geht auch, oder gerade, um den Blick
nach unten, auf die Füße. Besser gesagt: auf die Schuhe.
Italienische Frauen sind bekannt dafür, dass sie sich weniger
für den „Allerwertesten“ des Mannes, als mehr für
das imponierende Design des ledernen Fußbedeckers interessieren.
Vom 2. September 2001 bis 5.Januar 2002 geht im Stadtmuseum Pinneberg
der Blick zurück auf die Geschichte der Schuhherstellung.
„...so wird ein Schuh draus...„ nennt Ina Duggen, Leiterin
des Hauses in der Dingstätte 25, den kulturhistorischen Rückblick.
„1999 legten zwei renommierte Schuhmacher-Betriebe, Lothar
Schulz an der Straße Im Fahlt und Eugen Weber in der Lindenstraße
ihr Spezialwerkzeug — wie die so genannte Latte, Leiste, Querörter
oder Beißzange — aus der Hand“, so Duggen. Aus
Altersgründen hätten sie sich zurückgezogen und das
Werkstatt-Interieur dem Museum überlassen. „Ein Glücksfall.
Sonst wäre alles in der Schrottpresse gelandet“, ist
Duggen Stolz auf das Vertrauen der Handwerker in ihr Haus.
In zwei Räumen sind die Exponate aus der Zeit von 1920 bis
1960 ausgebreitet. Seltene Stücke, gesichert hinter Vitrinen,
große Maschinen wie die so genannte Schäftemacherei oder
schwere Eisenmaschinen zur Ausführung von Reparaturen sind
entlang den Seiten aufgestellt. An den Wänden imponierende
Jahrzehnte alte Zeichnungen, Chroniken Pinneberger Schuhmacher Dynastien
wie Weber, Worm, Wiese und Kröplin. Arbeiten von Gesellen,
Stücke aus Meisterprüfungen.
Ein Querschnitt, der für jeden Schuhmacher-Gesellen ein Lehrpfad
für die harte Ausbildungszeit sein könnte. In den Räumen
werde es Leben geben, verspricht Duggen. Am Tag der Eröffnung,
2. September, 15 Uhr, werden Auszubildende eine Kostprobe ihrer
Geschicklichkeit geben.
Über dem Schuhmacher-Handwerk schwebt das Damoklesschwert.
Nostalgie, wenig gewinnbringend, die industrielle Konkurrenz machen
der Jahrhunderte alten Zunft schwer zu schaffen. „In ganz
Schleswig-Holstein gibt es zurzeit nur, neun Schuhmacher-Gesellen
und 30 OrthopädieSchuhmacher in der Ausbildung“, rechnet
Duggen vor.
Der Beruf mit orthopädischer Zusatzausbildung habe noch eine
Zukunft, da die Krankenkassen in den meisten Fällen die Gesundheitsschuhe
bezahlen. Doch wer investiert hunderte oder gar tausende von Mark
in einen Maßschuh?
Der Blick auf das Schuhhandwerk in Pinneberg bietet die einmalige
Chance in der Kreisstadt, Respekt vor diesem Berufsbild zu zeigen.
Das museumspädagogische Begleitprogramm sieht unter anderem
eine Kinder-Rallye vor. Zusätzlich können die Nachwuchs-Schuhmacher
mit Ambitionen Schnittmuster mit nach Hause nehmen, um sich in Filz
ihre eigenen Schuhe „zu erarbeiten“.
Öffnungszeiten des Museums sind dienstags bis freitags von
17 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis 12Uhr, sonnabends von 11 bis
13 Uhr. Schulklassen und Gruppen auf Anfrage.
2002
125
Jahre Freiwillige Feuerwehr in Pinneberg
12. Mai – 31. August 2002


Der
lange Weg der Feuerwehr
Jubiläums-Ausstellung im Stadtmuseum eröffnet
Pinneberg (bro). Es war ein weiter Weg von der Eimerkette bis zur
heutigen Feuerwehrtechnik. Aber wie primitiv die damaligen Geräte
heute auch erscheinen mögen: „Unsere Wehr war schon immer
sehr gut“, erklärte Wehrführer Uwe Kuhlmann zur
Eröffnung der Ausstellung „125 Jahre Freiwillige Feuerwehr
in Pinneberg“. Gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat Herbert Hoffmann
eröffnete er gestern die Jubiläumspräsentation im
Stadtmuseum. Mit der von einer Übung der Jugendfeuerwehr abgerundeten
Veranstaltung nahm die Stadt zugleich am Internationalen Museumstag
teil, an dem sich bundesweit rund 6000 Institutionen beteiligten.
Wie bei so vielen Innovationen standen auch bei den Pinneberger
Kameraden leidvolle Erfahrungen am Anfang der Geschichte. Nachdem
die damals obligatorische städtische Zwangswehr bei einem Großbrand
versagte, fanden sich am 2. August 1877 die ersten Bürger zur
Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr zusammen. Angefangen
beim Protokoll dieser historischen Versammlung führt die Ausstellung
anhand zahlreicher Exponate durch die 125-jährige Geschichte
des freiwilligen Brandschutzwesens bis hin zur modernen Feuerwehrarbeit.
Von der ersten Handdruckspritze über Orden und Uniformen bis
hin zu einem Rauchheim von 1909 reicht die Bandbreite der historischen
Stücke. Jener technische Meilenstein etwa ermöglichte
erstmals die Rettung von Menschen aus verqualmten Räumen. „Es
war unser erstes Atemschutzgerät“, erläuterte Kuhlmann
den zahlreichen Gästen aus Politik und Wehr.
Ein historischer Film wiederum erlaubt Einblicke in das Feuerwehrleben
in der Weimarer Republik. „Leider konnten wir von dem Material
aus dem Jahr 1927 nur vier Minuten retten“, so Kuhlmann. Die
Ausstellung beleuchtet auch die schwierige Geschichte der Wehr im
Dritten Reich: So ist der Widerwillen vieler Brandbekämpfer
gegen die Nazifizierung ihrer Organisation nach 1933 in Briefen
und Sitzungsberichten nachzulesen.
Die Ausstellung ist bis zum 31. August im Stadtmuseum an der Dingstätte
zu sehen.
Pinneberger
Tageblatt
2003
Grothkop
Patientenzeichnungen
23. Febr. – 12 April 2003

So
sah der malende Arzt seine Patienten
Pinneberg
- Die Zeit, die eine Betäubungsspritze wirken musste, und kurze
Behandlungspausen nutzte Rudolf Grothkop, um verborgen hinter seiner
Sprechstundenhilfe seine Patienten von schräg hinten zu zeichnen,
ohne dass sie es merkten. Gelegentlich wagte er auch einen Blick
durch einen Türspalt ins Wartezimmer, um mit schnellen Feder-
oder Bleistiftstrichen die dort sitzenden Patienten auf Papier zu
bannen. Grothkop war Zahnarzt und getriebener Künstler.
Zu sehen sind einige dieser Zeichnungen in der Ausstellung "Rudolf
Grothkop - Patientenzeichnungen“ im Pinneberger Stadtmuseuxn,
Dingstätte 25. Eröffnet wird sie am Sonntag, 23. Februar,
um 11 Uhr. Peter Widderich (61) aus Glückstadt, ein langjähriger
Freund Grothkops, wird in die Ausstellung einführen.
Grothkop, im April vergangenen Jahres gestorben, wäre am 4.
Februar 95 Jahre alt geworden. Lange hatte er seine Patientenzeichnung
nicht ausstellen wollen. Doch für die jetzige Schau hatte Museumsleiterin
Ina Duggen noch zu Grothkops Lebzeiten die Zusage erhalten, auch
die der Patienten.
Im Stadtmuseum werden 39 Patientenzeichnungen und acht Ölbilder
von dem malenden Zahnarzt zu sehen sein. Darüber hinaus sind
in Vitrinen Malutensilien Grothkops ausgestellt. Die Schau ist bis
zum 12. April dienstags bis freitags von 17 bis 19 Uhr, sonnabends
von 11 bis 13 Uhr und außerdem donnerstags von 10 bis 12 Uhr
geöffnet. (kuk)
Pinneberger
Zeitung, 21.2.2003
„Das
bisschen Haushalt ...“
um 1900, um 1945, 50er Jahre
18. Mai. – 30 August 2003


Die
Brennhexe von Hatlapa
Stadtmuseum zeigt Ausstellung zu Alltagsgegenständen
Pinneberg
(and). „Das bisschen Haushalt . . .„ sang einst eine
Schlagersängerin, und ebenso ist auch eine aktuelle Ausstellung
im Pinneberger Stadtmuseum betitelt. Ina Duggen-Below, Leiterin
der Einrichtung an der Dingstätte, hat in mühevoller Kleinarbeit
mannigfaltige Gegenstände des alltäglichen Werkens zusammengetragen.
Das Ergebnis ist noch bis zum 30. August zu bewundern.
In drei zeitliche Kategorien gegliedert gibt es unter anderem alte
Bottich-Waschmaschinen, aus Rüstungsgütern hergestelltes
Kochgeschirr oder die so genannte Brennhexe von Hatlapa zu sehen.
Insgesamt sehr liebevoll arrangiert, wurde zwischen Haushalsutensilien
des frühen 19. Jahrhunderts, jenen aus der Zeit um 1945 und
solchen aus den 50er Jahren unterschieden.
Sogar ein — für die Nachkriegszeit typischer und damals
zur Selbstversorgung unerlässlicher — Gemüsegarten
konnte nachempfunden werden. Gerade ältere Pinneberger werden
nicht aus dem Staunen herauskommen, wenn sie sich zwischen gut erhaltenen
Saftbratern der Traditionsfirma Wupperman, alten Kochbüchern
und schweren Bügeleisen der ersten Stunde auf eine Zeitreise
einlassen.
Wer beim Erinnern ein wenig Hilfe braucht, kann sich während
der Lektüre der kurz und knackig formulierten Info-Tafeln schlau
machen. Duggen-Below verzichtete wohlweislich auf allzu ausführliche
Texte: „Wir wollten die Ausstellung nicht überfrachten.“
Dank gebührt den vielen privaten Leihgebern, dem Wedeler Heimatmuseum
sowie dem Maggi-Museum in Singen, die eine derartige Retrospektive
erst möglich machten.
Schulklassen können sich für spezielle Führungen
unter der Telefonnummer 207465 anmelden.
Pinneberger
Tageblatt, 2.6.2003
„Wider
Hexerey und Teufelswerk ...“
Von Hexen und ihrer Verfolgung
30.Nov. 2003 – 27.Febr. 2004


2004
„Mein
Pinneberg“
Kinder und Jugendliche sehen ihre Stadt Pinneberg
18.April. – 15.Mai. 2004

„Es
grünt so grün ...“
Rosenzucht
6.Juni. – 25.Sept.2004
 

Mit
dem Bündelbock zum Versand verpackt
Ausstellung „Rosenzucht“ im Stadtmuseum eröffnet
/ Auftakt einer Trilogie
Pinneberg
(bw). „Im Pinneberger Gebiet wurden mit der Rosenzucht etliche
Existenzen gegründet und durch sorgfältig wirtschaftende
Betriebe ein gewisser Wohlstand geschaffen“, wies Baumschuler
Klaus Fliege! auf den heimatkundlichen Aspekt der Ausstellung „Rosenzucht“
hin, die am Sonntag im Pinneberger Stadtmuseum eröffnet wurde.
Unter dem Motto „Es grünt so grün“ richten
drei Museen des Kreises eine Veranstaltungsreihe über das Baumschulwesen
als das den Kreis kennzeichnende Merkmal aus.
„Die Thematik hat sich im Lauf der Vorbereitungen als so umfassend
erwiesen, dass hier nur Streiflichter ohne Anspruch auf Vollständigkeit
geworfen werden können‘, erklärte Ina Duggen-Below
zur Begrüßung vor etwa 100 Gästen. Um so anerkennenswerter,
dass die Leiterin des Stadtmuseums aus der Fülle des Materials
eine thematisch sehr aufschlussreiche und mit der Wahl der Exponate
äußerst anschauliche Ausstellung realisiert hat.
Der Rundgang beginnt mit einem Überblick über die Kulturgeschichte
der dornigen Pflanze. Zahlreiche Fotos und Filme dokumentieren die
Tradition der Pinneherger und Rellinger Rosenfeste. Die Arbeit der
Rosenzüchter wird mit Hilfe von historischen Arbeitsgeräten
veranschaulicht, die Traditionsbetriebe wie Kordes, Tantau und Strobel
zur Verfügung gestellt haben. So sehen die Besucher der Ausstellung
einen Planetgrubber mit Häufelschaar, den Rodepflug, Pferdegeschirr
und einen Bündelbock zum Verpacken der Rosen für den Versand.
Verdeutlicht wird auch die Veränderung hinsichtlich der Hauptziele
bei der Rosenzüchtung: Versuchten die Produzenten lange, mit
massiver Hilfeleistung chemischer Mittel Farbe, Duft und kräftigen
Wuchs zu intensivieren, haben heute Gesundheit und Schädlingsresistenz
der Pflanzen Priorität, um auf eben diese "chemische Keule“
verzichten zu können.
Die äußerst gelungene Ausstellung im Stadtmuseum, Dingstätte
25, kann dienstags bis freitags von 17 bis 19 Uhr, donnerstags von
10 bis 12 Uhr sowie von 17 bis 19 Uhr sowie Sonnabend von 11 bis
13 Uhr (Gruppen darüber hinaus auf Anfrage) bis zum 25. September
besucht werden. Ab Sonntag, 13. Juni. zeigt das Heimatmuseum Wedel
ergänzend die Ausstellung „Obstanbau". Eine Woche
später vervollständigt das Baumschulmuseurn Pinneberg
mit dem Thema "Baumschulen - die Anfänge" die Trilogie.
Pineberger
Tageblatt, 8.6.2004
Pinneberger
Hobbys
11.Dez. – 19.Dez.2004
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