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Die stummen Riesen in der Stadt
Ausstellung zur Bedeutung des Baumes in Pinneberg

PINNEBERG Sie spenden Schatten, duften nach einem Regenguss, und vor allem geben sie Luft zum Atmen. Bäume sind Bestandteil des Lebens - auf dem Land, aber auch in der Stadt. So richtig wahrgenommen werden die grünen Riesen gerade an den Straßen jedoch nicht.
            Das brachte Gartenbau-Ingenieur Uwe Thomsen auf die Idee, seinen Mitbürgern den Baum wieder mehr ins Bewusstsein zu rufen. Bei Ina Duggen-Below, der Leiterin des Pinneberger Stadtmuseums, stieß er damit auf offene Ohren. Gemeinsam mit Gartenarchitektin Ingrid Niemax konzipierten sie die Ausstellung „Das Atmen der Stadt - Unser Lebensraum und die Bedeutung des Baumes“. Diese Schau präsentiert das Stadtmuseum (Dingstätte 25) ab heute um 15 Uhr der Öffentlichkeit.
            Beim Rundgang durch die Ausstellung wird der Besucher von der „Tilly-Eiche“ begrüßt. Natürlich nur ein Abbild, denn: Das Original steht an seinem angestammten Platz am Damm. „Wir haben versucht, sie so darzustellen, wie sie vor 200 Jahren aussah“, berichtet Thomsen. Vielleicht sei das etwas übertrieben, „aber Bäume macht man immer lieber älter als sie sind.“ Die gezeichnete Baumkrone zieren historische Daten, sie sollen zeigen, wie viel Geschichte die Eiche schon erlebt hat. Der Baum verdankt seinen Namen eben einer dieser historischen Begebenheiten: Angeblich soll Johann Dregenburg Graf von Tilly 1627, während des 30jährigen Krieges, mit seinen Truppen dort gelagert haben.
            Die Augen des Betrachters sollen auf die Bedeutung der Bäume im städtischen Leben gelenkt werden. Nicht nur auf die schönen Seiten, sondern gerade auch auf Szenarien, wenn Mensch und Baum sich in die Quere kommen. „Der Mensch vergisst leider immer, wie wichtig der Baum ist. In seiner Wertigkeit war der Baum noch nie so schlecht angesehen wie heute“, berichtet Thomsen. Bäume würden lieber gefällt, statt sie in Baugebiete zu integrieren - auch wenn die Diskussion langsam in Gang komme.
            Thomsen appelliert: „Lasst Bäume alt werden.“ Es sei wichtig, sich Gedanken darüber zu machen. Deshalb sind vor allem auch Schulklassen willkommen. Duggen-Below weiß: „Wenn Kinder sich damit befassen, hat man die Eltern auch gleich.“ Dafür können mit dem Stadtmuseum gesonderte Termine vereinbart werden.
Mirjam Rüscher-Reher

„Das Atmen der Stadt“: Die Ausstellung ist ab heute 15 Uhr bis zum 29. Oktober zu besichtigen. Ausgenommen: In der Sommerpause vom 20.Juni bis 15. August. Öffnungszeiten sind dienstags, mittwochs und freitags von 17 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis
12Uhr und 15 bis 17 Uhr sowie sonnabends von 11 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei. Termine für Gruppen können unter (041 01)20 74 65 vereinbart werden

Pinneberger Tageblatt, 7.5.2011

 

Im Stadtmuseum ein Hauch von Märchenland

PINNEBERG Nicht nur die 50 eindrucksvollen Fotos von Menschen, Tieren, kargen Landschaften und geschäftigen Basarstraßen erweckten im Pinneberger Stadtmuseum einen längst vergangenen Orient zu neuem Leben. Wehmütige Volkslieder aus dem alten Anatolien von der Schenefelderin Aysel Atasoy-Boyraz mit seidiger Stimme vorgetragen und auf einer bauchigen Baylama begleitet, bestärkten den Hauch von 1001 Nacht. Zahlreiche Pinneberger, unter ihnen Heimatbund-Vorsitzende Christa Wiebe, hatten sich zur Eröffnung der Johannes-Görbing-Ausstellung eingefunden. Museumschefin Ina DuggenBelow begrüßte unter anderen Görbing-Enkel Jörn-Holger Dolling und Ehefrau Hildegard aus Cuxhaven.
            Freilich ging es dem Rellinger Kunsthistoriker, Apotheker, Bodenkundler und Agrikulturphysiologen mit seinen Arbeiten keineswegs um Märchenromantik. Darauf verwies Duggen noch einmal in ihrer Einführung. Vielmehr war Görbing im letzten Jahr des Ersten Weltkriegs in das mit Deutschland verbündete Osmanische Reich geschickt worden, um im Asienkorps als Hygieniker zu dienen. Seine vielseitigen Interessen verband er in seinen Fotografien und den dazugehörigen wissenschaftlich akribischen Notizbuchaufzeichnungen zu einem eindrucksvollen Bild der Zeit. Duggen-Belows besonderer Dank galt der Fielmann AG, die das Stadtmuseum seit langem unterstützt. Mit ihrer finanziellen Hilfe sei es erst möglich geworden, die in langjähriger unsachgemäßer Lagerung im Rathauskeller stark beschädigten Exponate zu retten und aufzubereiten. Bis zum 21. April kann die Ausstellung „Von Aleppo bis Damascus, Photographien aus dem Alten Orient“ noch bewundert werden. olz
Pinneberger Tageblatt, 8.2.2011

 

Verborgene Schätze aus dem Rathauskeller
Neue Ausstellung im Stadtmuseum / Fotografien des Alten Orients

PINNEBERG Eine neue Ausstellung im Stadtmuseum: Der Titel lässt nicht erahnen, wie viel Pinneberger Geschichte sich dahinter verbirgt: „Von Aleppo bis Damaskus, Fotografien aus dem Alten Orient.“ Zu besichtigen vom 5. Februar bis 21. April. Zu sehen sind etwa 50 Schwarz-Weiß-Ablichtungen, knapp ein Zehntel der Aufnahmen, die der Apotheker, Bodenkundler und Agrikulturphysiologe Johannes Görbing im Ersten Weltkrieg während seines Einsatzes als deutscher Berater im damaligen Osmanischen Reich aufnahm. Eindrucksvolle karge Landschaften, orientalische Architektur und faszinierende Basar- und Straßenszenen, die aus den Erzählungen von Tausendundeiner Nacht stammen könnten.
Die Exponate allein sind bereits interessant genug für einen ausgiebigen Rundgang im Museum. Sie leisten zudem einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der modernen Türkei, die aus dem Osmanischen Reich hervorgegangen ist. Dazu kommt die verblüffende Verbindung zur Pinneberger Rathausgeschichte: 1951 gelangte der Nachlass des fünf Jahre zuvor in Rellingen verstorbenen Görbing in städtischen Besitz. Fast ein halbes Jahrhundert lang moderte die wertvolle Sammlung danach unbeachtet in einem Keller und wurde in dieser Zeit durch Wasserschäden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Erst im Zuge der 125-Jahrfeier der Stadt brachte Museumschefin Ina Duggen-Below die Schätze wieder ans Tageslicht.

Digitalisierung verhinderte den Verlust der Negative
            Inzwischen waren die über 500 Negative stark beschädigt, ein dazugehöriges Notizbuch mit handschriftlichen Erläuterungen weitgehend unleserlich geworden. Kontaktabzüge hatten sich teilweise aufgelöst. Erst durch finanzielle Hilfe der Fielmann AG war es möglich, den gesamten Bestand an Glasplatten und Zelluloidnegativen zu digitalisieren und so vor dem völligen Verlust zu bewahren. Fast schon eine Sisyphosarbeit war es danach, die Aufnahmen zu datieren und die dazu gehörigen Erläuterungen zu entziffern. Dieses Vorhaben wird nach Auskunft von Museumsleiterin Duggen-Below weiterverfolgt.
            Inzwischen aber sind die besterhaltenen Aufnahmen zu einer ersten Ausstellung zusammengestellt. Gelegentliche Fragezeichen bei den Erläuterungen deuten die schwierige Bestimmung von Ort und Datum an. Das aber trägt eher dazu bei, den längst vergangenen Alten Orient in ein noch geheimnisvolleres Licht zu tauchen, als es Görbings Aufnahmen ohnehin schon tun. Duggen-Below hofft, dass es mit der Zeit gelingen wird, auch das restliche Erbe des Wissenschaftlers und Fotografen zu restaurieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

JOHANNES GÖRBING
Johannes Görbing wurde am 28. Juni 1877 in Weißensee(Thüringen) geboren. Nach der Ausbildung zum pharmazeutischen Gehilfen studierte er in Göttingen Chemie, Botanik, Physik, Kunstgeschichte und Bakteriologie. Ab 1902 war er Volontärassistent in der Göttinger Landwirtschaftlichen und Nahrungsmittel-Kontrollstation. Es folgten Militärdienst, ein halbes Jahr als Militärapotheker im Chemisch-Hygienischen Untersuchungsamt der Kaiser Wilhelm Akademie Berlin und eine Tätigkeit am Staatlichen Hygieneinstitut Hamburg. Im ersten Weltkrieg wurde er als Apotheker zum Asienkorps berufen. Als Hygieniker im Hauptquartier in Aleppo im heutigen Syrien unternahm er Inspektionsreisen durch die Gebiete der heutigen Staaten Irak, Israel und Jordanien. 1919 gründete er ein landwirtschaftliches Untersuchungslaboratorium in Hamburg Großborstel. Ab 1925 in Rellingen die „Forschungsanstalt für Bodenkunde und Pflanzenernährung“. Hier starb er am 30. Dezember 1946. Aus seinem Nachlass ging unter anderem eine einmalige Mineraliensammlung an die Stadt Pinneberg, sie ist als Dauerausstellung im Stadtmuseum zu sehen.
Karl-Heinz Stolzenberg

Pinneberger Tageblatt, 1.2.2011

 

 

Johannes Brahms:
Spuren eines großen Komponisten

PINNEBERG Beinahe jedem Pinneberger ist das Brahms-Haus ein Begriff. Was aber verband den Komponisten Johannes Brahms mit der Kreisstadt? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Nicht wenige zweifeln an der Existenz eines ominösen Stiefbruders, der in Pinneberg gelebt haben soll. Das Stadtmuseum sorgt jetzt für Klarheit: Von Sonntag, 3.0ktober, bis Sonnabend, 1. Januar 2011, können sich Museumsbesucher auf Spurensuche begeben. Gezeigt wird keineswegs eine Brahms-Ausstellung in herkömmlichem Sinne. Museumsleiterin Ina Duggen-Below betont: „Uns geht es um den regionalen Bezug.“
Akribische Quellenforschung und publizierte Briefe belegen eindeutig, dass Johannes Brahms der Kreisstadt des Öfteren einen Besuch abstattete. Grund: Stiefbruder Fritz Schnack führte ein Uhrengeschäft in Pinneberg. Wenn Brahms in Hamburg konzertierte, zog es ihn gelegentlich aufs Land. Dort konnte er sich vom Stadtlärm erholen und Energie für seine Auftritte tanken.
Nach seinem Tod richtete Schnack ihm zu Ehren das Brahms-Museum in der Bahnhofstraße ein. Zudem gründete Schnack eine Stiftung zur Förderung junger Künstler, die noch heute besteht.
Aufgrund von Schwammbefall musste das Brahms-Haus im Jahre 1980 abgerissen werden. Heute steht lediglich eine Fassade, die in Anlehnung an das historischeVorbild errichtet wurde.
            Für Sonntag, 3. Oktober, sind Freunde der klassischen Musik ab 11 Uhr zur Ausstellungs-Eröffnung eingeladen. Der Präsident der Brahms-Gesellschaft, Cord Garben, übernimmt die Begrüßung, während Joachim Kossmann, Leiter des Brahms-Museums, eine Einführung gibt. Für Musik sorgen Sussan Djanbakhsch (Sopran) und Waldemar Saez Eggers (Klavier).       imm

 

 

 


Autor Joachim Malecki überreicht der Bürgermeisterin ein Buch und einen Rosenstrauß

Rosengarten: Die Party geht weiter

PINNEBERG Komplette Throne und Treppen aus Rosenblüten, Autos, die unter der farbenfrohen Pracht kaum noch zu erkennen waren. Und am Straßenrand Hunderte von staunenden, jubelnden Pinnebergern: Die „Rosenkorsos“ in den 50-er Jahren waren nicht nur optisch ein Ereignis. „Damals hat die ganze Stadt geduftet“, erinnert sich eine Besucherin spontan, als sie in der Ausstellung „75 Jahre Rosengarten Pinneberg“ einen Film über den Rosen-Klassiker betrachtet.
            Die Königin der Blumen war für Pinneberg vor allem vor dem Zweiten Weltkrieg viel mehr als eine dekorative Edelpflanze. Sie war ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Pinnebergs Züchter exportierten ihre Kreationen in die ganze Welt. Und der Rosengarten am Fahlt, am 14. Juli 1935 feierlich eröffnet, war ihr „Showroom“ mit 10000 Stauden in 800 Sorten.
            An diese Zeiten will der „Freundeskreis Rosengarten Pinneberg“ anknüpfen. Es gehe zwar nicht um den originalen Wiederaufbau der ursprünglichen Anlage, die im Zweiten Weltkrieg als Gemüseacker diente. Aber: „Wir wollen an die Stadtgeschichte erinnern, an die Zeiten, als Pinneberg Weitgeltung hatte“, sagte Joachim Malecki, engagiertes Mitglied im „Freundeskreis“ und Autor eines gerade erschienenen Buches über den Rosengarten (wir berichteten) bei der Eröffnung der Sonderausstellung im Stadtmuseum zur aktuellen Festwoche.
            Mit der Schau, die bis zum 18. September zu sehen ist, fiel am vergangenen Sonnabend der Startschuss zur Festwoche anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Anlage. Die Ausstellung zeigt Originalpläne von Carl Bradfisch (1934) und Gustav Osbahr (1950), original Hacken, Spaten und Rosenscheren. Vor allem aber stellt sie anhand von Fotos und Texten sehr anschaulich dar, wie 1932 die ehemaligen Thesdorfer „Schlangenwiesen“ zunächst mühsam aufgeschüttet, entwässert und planiert wurden, und allmählich der ursprüngliche Garten mit seinem Mobiliar im Art-Deco-Stil entstand.
            Deutlich wurde bei den Grußworten und Ansprachen zur Eröffnung: Das Projekt, das gartenarchitekto-nische Kleinod aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken, fasziniert zwar. Doch es kostet auch eine Menge Geld. Mehr als die öffentlichen Töpfe hergeben trotz der frischen Anerkennung als Denkmal.
            Deshalb suchen die rührigen Rosengarten-Freunde den Schulterschluss mit möglichst vielen Bürgern. „Die Zukunft des Rosengartens liegt in der Hand aller Pinneberger“, betonte Vereinschef Joachim-Ulrich Haß. „Ohne tatkräftige Mithilfe und Sponsoren ist der Plan weder zu finanzieren noch zu realisieren.“
            Den Höhepunkt erreicht die Festwoche am kommenden Wochenende. Unter dem Motto „Rosen in der Stadt“ geht es am Sonnabend, 10. Juli, mit Rosenmarkt, Installationen, Rosentaufe und Musik vor der Drostei weiter. Am Sonntag, 11. Juli, endet die Festwoche mit jeder Menge Kunst - Chorgesang, Lesungen, Theater, Skulpturen und venezianisch kostümierten Maskenflaneuren im Rosengarten selbst. Paw

Pinneberger Tageblatt, 8.7.2010

16. Mai 2010 Internationaler Museumstag

The Hometown Brothers
Jazz im Museum
Beginn: 11.00 Uhr
Veranstalter: SPD Ortsverein Pinneberg

 

 

Pinneberg zeigt „Griffelkunst“ im Stadtmuseum

Vor zehn Jahren übernahm das Stadtmuseum Pinneberg zehn grafische Blätter von der Karl-Sörensen-Schule. Sie waren der Grundstock für die Griffelkunstsammlung des Museums, die später durch die Mitgliedschaft in der Griffelkunstvereinigung aufgestockt wurde. Jetzt präsentiert das Stadtmuseum unter dem Titel „Griffelkunst - Arbeiten auf Papier“ in einer Ausstellung, die am Sonntag, 21. Februar, um 11 Uhr eröffnet wird, was sich so alles angesammelt hat.
            Die Kunsthistorikerin Anna Selent, die zurzeit ein Praktikum im Stadtmuseum in der Dingstätte 25 macht, hat die Schau kreiert und wird in das Thema einführen. Dabei wird sie erzählen, dass Max Klinger den Begriff „Griffelkunst“ in seiner Schrift "Malerei und Zeichnung“ von 1891 als Umschreibung für Handzeichnung und Druckgrafik geprägt hat.
            Die Besucher erhalten einen Einblick in die vielfältigen Techniken von reproduzierbarer Kunst. Alte grobe Holzschnitte gehören ebenso dazu wie neue ganz fein geschnittene, Lithografien, Radierungen, Siebdrucke und Fotografien werden gezeigt. Insgesamt sind 33 Arbeiten zu sehen.
Die Ausstellung kann bis zum 8. Mai dienstags, mittwochs und freitags von 17 bis
19 Uhr, donnerstags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr sowie sonnabends von 11 bis 13 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.       (kuk)

Pinneberger Zeitung, 18.2.2010

„Weg zur Kunst durch Auge und Herz“

PINNEBERG Einen Einblick in die Techniken der Druckgrafik vom Holzdruck über Radierung, Lithografie und Siebdruck bis hin zu farbigem Offsetdruck bietet die Ausstellung im Stadtmuseum Pinneberg. Die Schau „Griffelkunst - Arbeiten auf Papier“ wurde mit einer Vernissage eröffnet und kann bis zum 8. Mai besucht werden.
            Die langjährige Leiterin Ina Duggen-Below erwähnte, dass ihre Sammelleidenschaft für die Griffelkunst vor zehn Jahren mit der Übergabe von zehn grafischen Blättern von der Karl-Sörensen-Schule geweckt wurde. Alle in den drei Museumsräumen ausgestellten 33 Arbeiten entstammen den Editionen der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. Vorbereitet wurde die Ausstellung von der Kunsthistorikerin Anna Selent. Ihre Festrede begann sie mit dem Satz „Der Weg zur bildenden Kunst geht durch Auge und Herz“, der von dem Gründer und langjährigen Leiter der Griffelkunstvereinigung Johannes Böse geprägt wurde. Selent geht ausführlich auf die einzelnen Techniken ein. Sie erläuterte die ausgestellten Werke und wies darauf hin, dass sie am Donnerstag, 11. März eine Führung anbietet. Beginn: 11 Uhr. Gm

Pinneberger Tageblatt, 24.2.2010

 

Kinderträume werden wahr
Historisches Spielzeug und Fotos im Stadtmuseum Pinneberg

Vom 8. November 2009 bis zum 30. Januar 2010 kommen nicht nur die Kinder im Stadtmuseum Pinneberg auf ihre Kosten,auch für Erwachsene bietet die Ausstellung „Kinderträume werden wahr“ viel Sehenswertes. Historisches Spielzeug lässt die Herzen von Sammlern höher schlagen, weckt aber auch Erinnerungen an die eigene Kindheit.

Der zeitliche Rahmen umfasst im Wesentlichen die 1920/30er Jahre und die 1950er Jahre. In der Kriegs- und Nachkriegszeit wurde kein oder kaum Spielzeug produziert, daher gibt es aus den 1940er Jahren keine Exponate.
Die Palette reicht, neben Steiftieren und vielen Einzelstücken, von Puppenstuben, Puppen-Badezimmern, Puppen von „Schildkröt“, „Cellba“ und „Minerva“ über Autos von“ Schuco“, „Siko“ und „Dux“ bis zur Eisenbahn, Märklin-Dampfmaschine und den Kinderbüchern aus dem Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.

Die Präsentation des Spielzeugs wird ergänzt durch Fotos von Katrin Lienau. Die Spielzeugsammlerin vom Spielzeugmuseum Bad Segeberg fotografiert ihre Sammlerstücke sehr ungewöhnlich, indem sie sie in einen völlig neuen Kontext setzt und so zu neuem Leben erweckt.

Besonderes Highlight ist für den 28. November geplant, dann findet in den Räumen des Stadtmuseums von 11.00 bis 15.00 Uhr die Sprechstunde des Puppendoktors Carl Lühmann statt.

Im Stadtmuseum werden Kinderträume wahr

PINNEBERG Vielleicht liegen die Ursachen seiner Leidenschaft darin, dass er seine erste elektrische Eisenbahn erst im Alter von 13 Jahren geschenkt bekam. „Da war ich schon fast zu alt dafür“, sagt Claus Lühmann nachdenklich. Heute fühlt sich 64-jährige Pinneberger jung genug für Gegenstände, die hauptsächlich Kindern Freude bringen sollen: Spielzeug. Lühmann hat über Jahrzehnte historisches Spielzeug gesammelt. Nun will er seine Schätze der Öffentlichkeit zeigen. „Kinderträume werden wahr“ heißt die Ausstellung, die am Sonntag, 8. November, um 11 Uhr, im Pinneberger Stadtmuseum eröffnet wird.
„Diese Ausstellung bietet viel Sehenswertes, und zwar nicht nur für Kinder“, wirbt Ina Duggen-Below, die Leiterin des Museums. „Historisches Spielzeug lässt die Herzen von Sammlern höher schlagen, weckt aber auch Erinnerungen an die eigene Kindheit.“
            Zu sehen sind unter anderem Puppen und Steif-Tiere, Puppenstuben, Modell-Autos und Eisenbahnen, eine Dampfmaschine sowie Kinderbücher hauptsächlich aus den 20er, 30er und 50er Jahren. Ergänzt wird die Präsentation des Spielzeugs mit Fotografien der Bad Segeberger Sammlerin und Museumsleiterin Katrin Lienau. „Sie fotografiert ihre Sammlerstücke sehr ungewöhnlich, indem sie diese in einen völlig neuen Kontext setzt und so zu neuem Leben erweckt“, beschreibt Duggen-Below die Bilder. „Die Stilleben bieten dem Betrachter einbreites Spektrum der Interpretation von morbider Dramatik bis zur launigen Geschichte.“
            Lühmann versteht sich auch auf das Reparieren von Spielzeug. Er bietet im Rahmen der Ausstellung am Sonnabend, 28. November, von 11 bis 15 Uhr mit seiner „Puppendoktor Sprechstunde“ einen besonderen Service an.
            Das Pinneberger Stadtmuseum in der Dingstätte 25 ist dienstags und mittwochs von 17 bis 19, donnerstags von 10 bis 12 und von 15 bis 17, freitags von 17 bis 19 und sonnabends von 11 bis 13 Uhr geöffnet. Schulklassen und Gruppen erhalten auf Anfrage zusätzliche Termine. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebe
ten.      bw

Pinneberger Tageblatt