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"Den Förderverein unterstützen"

Kultur kostet Geld. Auch das Stadtmuseum bildet da keine Ausnahme. Außer Stadt, Sponsoren und Förderverein wollen nun auch die "Pinosaurier" für das heimatgeschichtliche Kleinod die Werbetrommel rühren.

"Das ist doch. . . " Auf einem vergrößerten Foto der 30er Jahre wurden einige der damaligen Sänger wieder erkannt. Foto: Düstersiek

Die "Pinosaurier" sind eine Größe in der Stadt. Die 14 "älteren Männer", wie sie sich selbst bezeichnen, unterstützen verschiedene Projekte. Hatten sie sich ursprünglich für die Unterstützung des "Café Pino" zusammengefunden, kam später auch der Mittagstisch in verschiedenen Kindergärten hinzu. Die Gruppe finanziert inzwischen das Essen für 37 Kinder. Nun machen sich die "Pinosaurier" für ein weiteres Projekt stark. "Wir wollen, dass das Stadtmuseum erhalten bleibt - mit allen Konsequenzen", wie Gründungs vater Horst Hager sagte. Wichtig für dieses Ziel sei vor allem der Förderverein, der einen großen Beitrag zur Finanzierung des Museums leistet. "Jeder sollte dort Mitglied sein", befand Jan Nevermann. Der Förderverein könnte verstärkt einen Beitrag für Ausstellungen und Anschaffungen leisten.
Die ehemaligen Kommunalpolitiker trafen sich jetzt im Museum, um die aktuelle Schau anzusehen. Und die hat es in sich: 150 Jahre Geschichte des ältesten Vereins in der Kreisstadt. Der Vorsitzende des Männergesangvereins von 1857, Werner Jensen, geleitete die Gruppe durch die Räume. Wie "reich" der Verein einmal war, zeigte Jensen anhand alter Kassenbücher. Ganz große Zahlen waren dort zurzeit der Inflation verzeichnet. Mehr als einen Blick war ein Gruppenbild aus den 30er Jahren den Besuchern wert. An einige der abgebildeten ehemaligen Sänger erinnerten sich die "Pinosaurier" noch.
An einem Tisch mit Zigarren im Aschenbecher, Notenblättern auf den Plätzen und Bierkrügen in Griffweite lässt sich ablesen, dass gemeinsames Singen auch viel mit Gemütlichkeit zu tun hat. Heutzutage sitze man nicht mehr singend beim Bier, erläuterte Jensen. Aber das Miteinander werde immer noch groß geschrieben.
Trotzdem scheint der Gerstensaft als Schmierstoff für die Kehle auch noch eine große Rolle zu spielen. Ganz neu in der Ausstellung ist ein Literhumpen. Durch Zufall habe ein Mitglied des Vereins auf einem Bierdeckel gelesen, dass eine Brauerei am gleichen Tag, dem 27. Februar, ihr 150-jähriges Bestehen feiert, wie der Chor.
"Aus Jux" habe man die Brauerei angeschrieben und von der eigenen Geschichte berichtet. Die Antwort kam nun in Form des eigens angefertigten Humpens. Mit dem Chornamen, dem Gründungsdatum und dem Wappen verziert. Ein Geburtstagsgeschenk, über das sich die Sänger besonders gefreut haben. Nach dem knapp einstündigen Rundgang durch die Ausstellung waren die "Pinosaurier" einhellig der Meinung, dass Museumsleiterin Ina Duggen und ihr Team eine ganz besondere Ausstellung gelungen sei. Noch mehr Grund für die aktiven Ruheständler, für die finanzielle Unterstützung des musealen Kleinods der Heimatgeschichte zu werben. Näheres über die Arbeit des Fördervereins ist auf der Internet-Seite des Museums zu finden: www.Stadtmuseum-pinneberg.de.

von Eveline Düstersiek, Pinneberger Tageblatt, 27.2.07

Ziele des Stadtmuseums Pinneberg

• Weiterführung der stadtgeschichtlichen Sammlung
• Darstellung eines stadtgeschichtlichen Abrisses in einer Dauerausstellung
• Thematisierung von speziellen Schwerpunktthemen der Pinneberger Geschichte in Wechselausstellungen
• Präsentation von aktuellen Pinneberger Themen, Sammlungen, usw.

Ziele des Fördervereins Stadtmuseum Pinneberg

• Inhaltliche und materielle Unterstützung des kommunalen Stadtmuseums Pinneberg
• Förderung der stadtgeschichtlichen Forschung in der Stadt Pinneberg
• Unterstützung bei der Vermittlung der Stadtgeschichte Pinnebergs in Ausstellungen, Vorträgen usw.

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