Neuzugänge

Allenberg bereichert Grafiksammlung

PINNEBERG Die Kunstsammlung des Stadtmuseums ist um zwei wertvolle Blätter reicher. „In einem anderen Land“ und „Amor im Gebirge“, so hat der Pinneberger Grafiker, Maler und Bildhauer Detlef Allenberg seine beiden Geschenke benannt. Große Freude bei Museumschefin Ina Duggen-Below und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Wolfgang J. Domeyer: „Die Arbeiten passen ideal in unser Konzept.“
Zu den Bildern inspiriert habe ihn die verschämte Verborgenheit vieler Denkmäler in unseren heutigen Städten, irgendwo hinter Gebüsch in abgelegenen Parkecken, verrät der gebürtige Königsberger Allenberg. So sei ihm die Idee eines Monuments in völlig unwegsamer Berglandschaft gekommen. Dort, wo es weit und breit keine Ziele für seine Pfeile gibt, hob er den Liebesgott auf den Sockel. Das Thema der Unzugänglichkeit ist „In einem anderen Land“ wieder aufgegriffen. In der künstlerischen Umsetzung sind beide Grafiken im für den Pinneberger Künstler typischen Spannungsfeld zwischen abstrakt geprägter Komposition und surrealistisch orientierter figurativer Darstellung angesiedelt. Vorläufig werden die zwei neuen Werke vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben. „Wir können so Was nicht einfach an die Wand hängen“, so Duggen-Below, „dafür brauchen wir eine thematisch passende Ausstellung.“      olz

Pinneberger Tageblatt, 21. Dezember 2010

 

Neue Schätze fürs Museum
Mit Unterstützung von Fielmann konnten 50 Fotos des Forschers Johannes Görbing aufbereitet werden

RAINER BURMEISTER
PINNEBERG/RELLINGEN  
            Der Nachlass des Rellinger Agrarwissenschaftlers, Apothekers, Geologen und Mineraliensammlers Johannes Görbing ist für die Leiterin des Stadtmuseums Pinneberg, Ina Duggen, und den Vorsitzenden des Förderkreises, Wolfgang J. Domeyer, ein Quell ständiger Freude. Nicht nur, dass die Erben des vielseitig begabten und interessierten Multitalents Tausende Mineralien der Stadt anvertrauten, von denen Teile in einer Dauerausstellung des Museums zu sehen sind. Es werden auch immer wieder neue Schätze aus dem Keller des Rathauses zu Tage gefördert und aufbereitet.
            Jüngster Beitrag zur Rekonstruktion von Görbings Gesamtwerk: Etwa
500 Negative von dessen Reisen und Aufenthalten im damaligen Osmanischen Reich (heute überwiegend Türkei und Syrien) sind restauriert und auf vier CDs archiviert worden. Die auf Glasplatten und Zelluloid belichteten Negative entstanden 1918. Damals war der aus Thüringen stammende Wissenschaftler als Apotheker Angehöriger des Asien-Korps der kaiserlichen Kriegstruppen.
            Die ramponierten Negative wurden in den Elbe-Werkstätten digitalisiert. „Ohne die Unterstützung der Fielmann AG wäre diese Arbeit nicht möglich gewesen“, sagte Ina Duggen, als ihr Michael Lüthgens, Leiter der Pinneberger Fielmann-Filiale, die aufbereitete Sammlung übergab. Die Optiker-Kette hatte die Kosten in Höhe von mehr als 2000 Euro übernommen. Damit konnten die teilweise arg ramponierten Negative in den Hamburger Elbe-Werkstätten eingescannt, aufgearbeitet und auf CDs archiviert werden. Die monatelange Vorarbeit leistete das Team des Stadtmuseums unter anderem mit Unterstützung einer Ein-Euro-Kraft. Dabei war gutes Sehen unentbehrlich: Denn Johannes Görbing hatte Kontaktabzüge seiner Foto-Exkursionen angefertigt und diese mit kleiner, teilweise verwaschener Schrift gekennzeichnet und beschrieben.
            Fielmann, seit Jahren Förderer des Museums, sorgte aber auch dafür, dass 50 Motive der fotografischen Exkursionen des nach dem Krieg in Rellingen lebenden Forschers vergrößert und gerahmt wurden. Diese Bilder sollen von Montag, 7. Februar, an bis Ostern im Stadtmuseum ausgestellt werden. So werden die Besucher unter anderem eine Begleiterin Görbings auf dem Osmanien-Trip kennen lernen und die Bauwerke der Stadt Aleppo aus der Zeit von 1918 bewundern können.
            Der Forscher Görbing zog mit seinem Labor 1925 nach Rellingen. Johannes Görbing war nach dem Ersten Weltkrieg zunächst in Hamburg in der bodenkundlichen Forschung tätig. Erst im Jahr 1925 siedelte er sein hanseatisches Labor als Forschungsanstalt für Bodenkunde und Pflanzenernährung in Rellingen an. Zu seinem Hauptwerk zählt das zweibändige Handbuch „Die Grundlagen der Gare im praktischen Ackerbau“, das 1948, zwei Jahre nach dessen Tod, veröffentlicht wurde.

Pinneberger Zeitung

 

Der Kinderwagen begleitete den am 30.12.1944 geborenen Dieter Schröter und seine Mutter und Großmutter auf der Flucht von Cottbus nach Erfurt am 13.2.1945. Er diente sowohl als Behausung als auch zum Transport der geretteten Habseligkeiten.

 

JLO - Waggonschieber

Schenkung der Firma Reifenheuser in Troisdorf,
Transport finanziert durch die Christiansen Grundstücksverwaltung Pinneberg

oben: Wagenschieber in Aktion, Amsterdam 1930er, unten: Transport des Waggonschiebers in den JLO- Keller des Stadtmuseums

JLO - Wagenschieber

1931 wurde nach langer Entwicklungszeit ein Wagenschieber auf den Markt gebracht. Er wurde zum Verschieben von Eisenbahnwaggons auf Bahnhöfen oder dem betriebsinternen Schienenetz von Industriebetrieben eingesetzt. Dadurch wurden bis zu 12 Mitarbeiter, die mit körperlich großem Einsatz die Waggons bewegten, eingespart. Das 200 kg schwere Gerät, ausgestattet mit einem 6 PS Motor, ermöglichte das Verschieben von Waggons bis zu 140 t.

 

Technische Komposition XVII/1982
Günther Thiersch
Öl auf festem Malgrund
80x70 cm
Werkverzeichnis 1963-1983, Nr. 251
Dauerleihgabe der Sparkasse Südholstein
Freie Komposition „Hafen“, 1983
Günther Thiersch
Öl auf Leinwand
120x130 cm
Werkverzeichnis 1963-1983, Nr. 264
Dauerleihgabe der Sparkasse Südholstein

Durch die erneute Förderung der Stiftung Sparkasse Südholstein
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war der Ankauf von zwei weiteren Vitrinen für das Stadtmuseum möglich

„Für uns geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung“
PINNEBERG: Historische Landtafel veredelt Pinnebergs Ratssaal / Großer Sponsoren-Coup der Fielmann AG

Historie im Rücken: Jasmin Müller (von links), Leiterin der Pinneberger Fielmann-Filiale, Bürgervorsteher Artur Lontzek und Dr. Jens Ahlers von der Landesbibliothek sind zufrieden.

Kultur braucht Sponsoren — in Zeiten knapper Kassen mehr denn je eine Binsenweisheit. Pinneberg kann sich glücklich schätzen. Seit Jahren engagiert sich die Fielmann AG in der Stadt.

Zu übersehen ist sie nicht: die kürzlich im Ratssaal aufgebaute Pinneberger Landtafel von 1588. Fünf Meter breit, knapp viereinhalb hoch - ein Blickfang, der dem sonst eher spröden Ambiente des Raumes einen farbigen Akzent verleiht. Das größte Tafelgemälde der Region in der Kreisstadt - Dank dafür gilt der Fielmann AG, die sich seit Jahren für Pinnebergs Kultur stark macht und eng mit dem von Ina Duggen geführten Stadtmuseum zusammenarbeitet.
Wie unsere Zeitung bereits berichtete, ist das Werk die Kopie einer Landkarte aus dem 16. Jahrhundert. Eigentlich angefertigt für die Landeshalle in Kiel, ist es jetzt Eigentum der Landesbibliothek. Deren Direktor, Dr. Jens Ahlers, kam gestern nach Pinneberg, stellte die Dauerleihgabe des Gemäldes vor: „Der Saal ist ein angemessener Ort für das Stück.“ 650 Orts- und Flurnamen sind darauf zu lesen. Ahlers: „Das einzig erhaltene Bild von Pinneberg aus dieser Zeit.“
Bürgervorsteher Artur Lontzek dankte der Fielmann AG, die sich für Pinneberg als neue Heimat des Werks eingesetzt und den Transport finanziert hatte. Jürgen Ostwald lobte als Vertreter des Unternehmens die gute Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum. Bürgermeister Horst-Werner Nitt: „Für uns geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.“ Das Gute: Fielmann will auch weiter sponsern. (and)
Pinneberger Tageblatt, 18.4.2007

Aus der Schenkung Heitmann, Borstel Hohenraden

Bisher nicht genau datiert

„Pinneberg – eine literarische Stadt?

Ein Gedanke, der sich zugegebenermaßen bislang nicht aufdrängte. Doch es gibt eine literarische Seite der Kreisstadt, die es wiederzuentdecken gilt.“ So ein Auszug aus dem Text des neuen Flyers des Stadtmuseums.
Wer diese Seite Pinnebergs entdecken möchte, kann dies in der Dauerausstellung im ersten Stock des Stadtmuseums tun. Der neue Flyer enthält sowohl biografische Informationen zu den Pinneberger Literaten als auch interessante Textpassagen, die meist den Bezug zur Heimatstadt – Pinneberg – darstellen.
Die Literarische Seite Pinnebergs wurde von Dr. Thomas Krömmelbein zusammengestellt und der Druck des Flyers von der Sparkasse Südholstein gefördert.

 

Die Staffelei des Pinneberger Künstlers Günther Thiersch, auf der er bis zu seinem Tode 1986 gearbeitet hat
Schenkung der Familie W. und K. Tulle

Neuzugang ab 25.06.06 in unserer Dauerausstellung!

Zwanger Kaffemühle
50er Jahre 20. Jh.

Typ K 1A
Nr. T 38649
Pinneberg bei Hamburg

Schenkung: Bernd Menke, Berlin


Die Fielmann-Abgesandten Jürgen Ostwald (links) und Jasmin Müller (Pinneberger Filialchefin) präsentieren gemeinsam mit Bürgermeister Host-Werner Nitt, Stadtmuseumsleiterin Ina Duggen-Below und Wolfgang J. Domeyer vom Förderverein die neusten Errungenschaften des Pinneberger Stadtmuseums. Foto: Lutz Raasch Näheres

 

Originalmanuskript
Creme á la Cocotte
von Werner von der Schulenburg
begonnen 1955, erschienen 1956
Im Manuskript ist der ursprüngliche Titel – Die Leute von Pinneberg – durchgestrichen
Schenkung: Betina Ehrich

Technisches Objektbild
„schwarz“ 1971
68 cm x 86 cm
Günther Thiersch
Schenkung: Familie W. und K. Tulle

Singer Nähmaschine
Ende des 19. Jahrhunderts
Schenkung: Hadwig Günther